Deine Kunst —
in unserer Stadt.
Leg Deine Bilder, Zeichnungen, Drucke, Texte, Fotos, Gedichte oder Geschichten in den Kunstbriefkasten in der Schusterstraße — und erlebe sie wieder in der jährlichen Ausstellung.

Leg Deine Bilder, Zeichnungen, Drucke, Texte, Fotos, Gedichte oder Geschichten in den Kunstbriefkasten in der Schusterstraße — und erlebe sie wieder in der jährlichen Ausstellung.
Du hast meinen kleinen versteckten Brief gefunden, wie schön! Ich erzähle Dir von meiner Idee und wünsche mir, dass daraus eine lebendige Verbindung entsteht.
Als ich das alte Wohnhaus des 2020 verstorbenen Wolgaster Malers Roland Spiegel von seiner Witwe übernahm, fand ich es gefüllt mit Erinnerungen an den Künstler vor. Behutsam reinigte und renovierte ich und ordnete Bilder, Malutensilien und Bücher im Atelier.
Gibt es so etwas wie ein ungeschriebenes Vermächtnis? Ich fühlte es von Beginn an und öffne nun dieses Haus für Gäste, Künstler, Kreative und liebe Menschen, die hier inmitten der verträumten Altstadt eine Auszeit finden oder schöpferisch arbeiten.
Ganz im Sinne von Roland Spiegel lade ich Dich mit meinem Kunstbriefkasten dazu ein.

Zeichnung, Druck, Foto, Text, Collage. Alles ist willkommen, aus jedem Alter und von jeder Hand. Flach genug muss es sein: durch den Schlitz passen 4 × 26 cm.
Deinen Namen, eine E-Mail für die Einladung, den Titel der Arbeit. Auf dem gedruckten Brief-Flyer ist der Zettel schon dabei — Du kannst ihn auch selbst schreiben.
Schusterstr. 25, der Kasten steckt in der grünen Haustür. Wann die Antwort kommt, weiß niemand vorher.
Was flach ist, passt. Gerollt, gefaltet, zwischen zwei Pappen — Hauptsache, es kommt durch. Der Kasten wird regelmäßig geleert.



Einmal im Jahr wird alles gezeigt, was im Kasten gelandet ist — im Haus, mit Lesungen und Präsentationen. Wer seine E-Mail auf den Zettel geschrieben hat, bekommt eine Einladung zur Vernissage.
Eingeworfene Arbeiten bleiben ein Kalenderjahr im Haus. Wer sie zurückmöchte, kreuzt das auf dem Zettel an.

Zwei Ateliers, Gästezimmer, eine gemeinsame Küche und eine Kunstbibliothek. Mal- und Zeichenbedarf, Leinwände, ein Beamer. Platz für Einzelne oder Gruppen bis fünf Personen. Ausstellungen finden im Haus statt, gefeiert wird im Innenhof und im Garten.




Ein Künstler, der sich auf den Spuren Philipp Otto Runges bewegte, war der Wolgaster Maler Roland Spiegel. Er wohnte und arbeitete in der Schusterstraße 25 — an der Adresse, an der heute der Kunstbriefkasten hängt.
Das Haus enthält bis heute seine Spuren: Bilder, Malutensilien, Bücher. Es ist kein Museum geworden, sondern ein Haus, in dem weitergearbeitet wird.

Kennst Du die „Kaffeemühle“ am Rathausplatz? Hast Du schon die Geschichte von „Fischer und sin Fru“ gelesen? Hast Du nach steilem Aufstieg durch den Turm schon einen Rundblick vom Turm der ehrwürdigen Petrikirche werfen können?
In der Kronwiekstraße 45 nahe am Hafen wurde 1776 Philipp Otto Runge geboren; Zeichner, Maler, Kunsttheoretiker und Begründer der Frühromantik in der Malerei — ein Zeitgenosse und Freund Caspar David Friedrichs. Über ihn erfahre ich in Ausstellungen und Lesungen immer mehr und mich berührt seine Lebensgeschichte sehr.
Abends spaziere ich durch die teils noch mittelalterlichen Gassen und geniesse die Ruhe. Ganz maritim zeigt sich die Stadt am kleinen Museumshafen mit Traditionsseglern, Fähre und Liegeplätzen. In die schon 800-jährige Geschichte Wolgasts tauche ich bei einem Besuch im Stadtmuseum oder den jährlichen Sommermusiken in der St.-Petri-Kirche ein.



Wann die Antwort kommt, weiß niemand vorher. Genau das ist der schöne Teil.
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